SPD Holm nominiert Kandidaten für Kommunalwahl am 6. Mai
geschrieben von Jusos-Holm am 28.01.2018, 20:33 Uhr


Mit einem jungen und weiblichen Team und Dietmar Voswinkel als Spitzenkandidat geht die Holmer SPD in die Kommunalwahl.



Als die Genossinnen und Genossen der SPD Holm am Montag, den 22. Januar, im Holmer Haus der Gemeinde zusammenkamen, hatten sie zwei wesentliche Ziele: Bilanz zu dem vergangenen Jahr ziehen und ein Team von Kandidaten für die Wahl zum Holmer Gemeinderat im Frühjahr aufzustellen.



Ortsvereinsvorsitzender Dietmar Voswinkel resümierte die vergangenen Monate: Man habe in zwei Wahlkämpfen in Holm starke Präsenz gezeigt, leider stimmte das Gesamtergebnis am Ende weder bei der Landtags- noch bei der Bundestagswahl. Die zahlreichen Veranstaltungen des Ortsvereins von der Schrottbörse, über das Matjesessen, das Apfelfest, die Weinprobe und zuletzt das Grünkohlessen waren gut besucht. Lediglich das alljährliche Kinderbackvergnügen fiel aufgrund einer Krankheitswelle aus. Im November konnte die SPD Holm ihren 70. Geburtstag feiern. Die Feier, zu der Ralf Stegner als Festredner erschienen war, war ein so guter Abend, dass Ralf Stegner viel länger blieb als angekündigt, erinnerte Dietmar Voswinkel.



Auch die Gemeindepolitik hat die SPD trotz Oppositionsrolle prägen können. Die Entwicklung des Mehrgenerationenplatzes habe man konstruktiv begleitet. Auch an der schnellen Erweiterung der Kita „Arche Noah“ war die SPD Holm in den Augen von Dietmar Voswinkel entscheidend beteiligt.



Mit dem Bau von Unterflur-Wertstoffsammelstellen sei ein jahrzehntelanges Ziel der SPD Holm erreicht worden. Bereits seit den 1990ern hatte die SPD immer wieder gefordert, die Überflur-Glascontainer unter die Erde zu verlegen. Jedes Mal hatte die CDU dies abgebügelt. Erst nach jahrelangen und vielen Beschwerden durch Anwohner sei die CDU zu überzeugen gewesen. Nun stehen die Sammelstellen fertig gegenüber des Dörpshus in der Straße „Im Sande“. Lediglich die offizielle Einweihung fehle noch.



Auch in Zukunft sei die SPD in Holm gefragt, sagte Voswinkel. Beim Bauhof stünden Investitionen an, die Gemeinde müsse zudem dringend den DRK-Kindergarten erweitern, um die Nachfrage nach Kita-Plätzen decken zu können. Des Weiteren habe die Betreuungsschule mit erheblichen Platzproblemen zu kämpfen.



Im Anschluss ging es an die Aufstellung der Kandidaten zur Kommunalwahl. Dietmar Voswinkel wurde einstimmig zum Spitzenkandidaten für Holm gewählt. Auch die anderen Kandidaten wurden mit guten bis sehr guten Ergebnissen bestätigt. Mit folgender Liste und folgenden Direktkandidaten geht die SPD Holm ins Rennen:




  1. Dietmar Voswinkel

  2. Holger Karst

  3. Nadine Voswinkel

  4. Maximilian Krause

  5. Andrea Perkampus

  6. Brigitte Karst

  7. Vivien Perkampus

  8. Swantje Brünicke

  9. Carina Engel



Komplettiert wird die Liste durch:




  1.  Heidrun Preuss

  2.  Jaqueline Dresler

  3.  Angelina Karst

  4.  Karin Jacobs

  5.  Silke Wagner

  6.  Gerd Stumpenhagen

  7.  Peter Jacobs

  8.  Anne Bahr-Eicke

  9.  Ibrahim Kamala



Dies sei ein starkes Team für Holm, wie Dietmar Voswinkel befand. „Bei den Direktkandidaten haben wir sechs Frauen und drei Männer, dazu einen Altersschnitt klar unter 50 Jahren. Das soll uns die CDU erstmal nachmachen“, so Voswinkel.



Im Anschluss kam auf Initiative der Jusos eine Diskussion zum Thema Große Koalition auf. Aus Respekt vor den Delegierten des Parteitages bringe man den Antrag gegen eine Koalition auf Grundlage des Sondierungspapiers nicht wie in Wedel in der Vorwoche ein. Dennoch erklärte der Juso-Vorsitzende Maximilian Krause, weshalb sich auch die Juso-AG-Elbmarschen klar gegen eine Große Koalition ausspricht. Die Große Koalition sei am 24. September klar abgewählt worden. „Mit einer neuen GroKo rühren wir weiter in der Konsenssuppe aus Union und SPD und zerstören so unsere politische Landschaft. Das kann niemand wollen. Ich kann den Satz nicht mehr hören, dass wir doch sowieso das gleiche wie die CDU machen würden.“ Man habe viele Formelkompromisse formuliert und sicher auch einige Erfolge erzielt, aber eine Große Koalition gebe erneut nicht die notwendigen Antworten auf wichtige Zukunftsfragen.



Für die Haltung der Jusos bekam Krause von einigen Anwesenden Lob, aber auch Kritik. Norbert Steenbock etwa sieht nicht eine Große Koalition als Problem. „Man muss das Geschaffte nur verkaufen. Wir sind einfach zu freundlich!“, so Steenbock. Das Ergebnis der Sondierungen sieht er nicht als Limit dessen, was für die SPD erreichbar ist. Es gebe einen klaren Unterschied zwischen Sondierungen und Koalitionsverhandlungen. Dem pflichtete Dietmar Voswinkel bei: „Da sind viele Verbesserungen für die Menschen bei. Wenn wir in der Opposition sind, werden wir viel weniger umsetzen können.“



Aber nicht alle sind bereits entschlossen, wie sie beim anstehenden Mitgliederentscheid abstimmen werden. Andrea Perkampus etwa gabt zu: „Ich habe mir alle fünf Stunden des Parteitages angesehen und bin tief gespalten, weil beide Seiten richtige Argumente haben.“



Fest steht: die Diskussion ist noch nicht vorbei. Ende Februar will die SPD Holm zur Beratung des Wahlprogrammes für die Kommunalwahl zusammenkommen. Auch dort dürfte der dann vermutlich fertige Koalitionsvertrag für Diskussionen sorgen.



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